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Rainer Pollmann

Rainer Pollmann

Neulich in XING – Liquiditätssteuerung mit Excel?

Welche Excel-Techniken benötigt man für ein Modell zur Liquiditätssteuerung, um diese mtl. zu überwachen und zu analysieren? So eine Fragestellung kürzlich in unserer XING-Gruppe. Ich glaube, die Antwort und Diskussion darauf könnte viele interessieren, daher hier eine ausführlichere Zusammenfassung. Ansonsten ist die Diskussion hier nachzulesen.

Der Fragesteller hatte sich ein grobes Schema in Excel aufgebaut, in dem mit SUMMEWENNS() die Soll/Haben-Zahlen pro Kalenderwoche und Monat des Kontos versuchen zu überwachen und zu analysieren. Des weiteren gibt es ein Tabellenblatt, in dass Daten aus dem geschäftlichen Konto per Copy&Paste eingefügt werden und ein Tabellenblatt mit einem Liquiditäts-Chart. Die Frage lautete dann, ob es da effizientere Methoden und Schemas gibt?

Welche Fragen gilt es im Vorfeld zu beantworten?

Die Antwort auf diese Frage kann aus meiner Sicht nicht direkt beantwortet werden, denn im ersten Schritt ergeben sich für mich die möglichen Excel-Techniken aus den Aufgaben, die das Modell erfüllen soll. Wobei grundsätzlich Power Query und die Pivot-Tabelle immer gesetzt sind 😉 :

  • Wie groß ist das zu verarbeitende Datenvolumen?
  • Gibt es ein primäres System, aus dem die meisten Daten in das Modell importiert werden können, so dass manuelle Ergänzungen (=potenzielle Fehlerquelle) oder Übertragungen auf ein Minimum beschränkt bleiben?
  • Kann man in dem Modell mit Treibern (Absatz, Umsatz-/Kosten-Quoten) für die Liquidität arbeiten?
  • Was ist eigentlich das Ziel des Modells? Soll damit gearbeitet, berichtet, gesteuert werden?
  • Unter Überwachung/Analyse würde ich eine in die Vergangenheit gerichtete Datenaufbereitung verstehen.
  • Ist ein Forecast wünschenswert oder nicht sogar wichtiger im Sinne eines Risikomanagements?

Was wird benötigt?

  • Liquiditätswirksamen Größen (meist Kosten oder Umsätze aus Rahmenverträgen), die aufgrund von Verträgen für einen Zeitraum festgelegt und somit bekannt sind.
  • Daten (z.B. Absatz als Treiber), die Aufgrund von historischen Daten prognostizierbar sind (z.B. durch eine Regressions-Analyse) oder weil der Vertrieb ein CRM-Tool (z.B. Opportunities) mit Daten füttert.
  • Szenario-Modell für die Ereignisse, die in ihrem Eintreten oder Umfang schwer vorhersehbar sind, idealerweise ergänzt um eine SWOT-Analyse.
  • Konsens in der Organisation darüber, wie geplant und gesteuert wird.

Excel-Modell und dafür notwendige Techniken

Wenn es zu diesen Fragen Antworten und somit ein Modell/Vorgehen gibt, dann kann man es auch mit einem Tool, wie z.B. Excel abbilden.

Modell für eine dynamische  Liquiditätssteuerung und Kapitalbedarfsrechnung

Ich würde so ein Modell nach den Prinzipien aufbauen, wie sie in einem Beitrag hier im Blog beschrieben sind. Hier sind auch die je nach Zweck notwendigen/möglichen Excel-Techniken genannt. Wie schon oben erwähnt, wäre dabei für mich Power Query und die Pivot-Tabelle unverzichtbar.

Falls Sie am Aufbau solch eines Modells interessiert sind, so freue ich mich auf Ihren Besuch im Seminar Liquiditätssteuerung und Kapitalbedarfsrechnung mit Excel. 😉


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