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Rainer Pollmann

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Excel-Autokorrektur treibt Wissenschaftler in den Wahnsinn

Bestimmt haben Sie schon einmal die Autokorrektur in Word oder Excel verflucht. Wie das Fachjournal Genome Biology  zeigt, korrigiert Excel Einträge tw. unbemerkt zum Falschen hin.

Tragen Genforscher beispielsweise das Kürzel SEPT2 für das Gen Septin2 in eine Tabelle ein, verwandelt es das Programm automatisch in ein Datum. Dann steht der 2. September in der Zelle. Das MARCH1-Gen wird zum 1. März.

Bereits vor mehr als zehn Jahren wurde erstmals darauf hingewiesen, dass die Panne mindestens 30 Gen-Abkürzungen betrifft. Mittlerweile enthält jede fünfte publizierte Excel-Tabelle, die Ergebnisse von Genforschern enthält, solche Fehler.

Dabei beschrieb und erläuterte das Journal BMC Bioinformatics  im Juni 2004 (!) das Problem zum ersten Mal und zeigte einen Weg, wie die Autokorrektur umgangen werden kann:

Textformat einstellen für die betroffenen Zellen vor der Eingabe!

Unglücklicherweise lassen sich derartige Formatierungen nicht permanent einrichten. Es gibt auch keinen Automatismus, der zum Datum konvertierte Namen wieder herstellen könnte. Immerhin einen Lichtblick liefern die Autoren der aktuellen Studie: Das Programm Google Sheets behält die kritischen Gen-Namen bei, selbst wenn die Dateien später mit Excel geöffnet werden.

Mit welchen unerwünschten Korrekturen „schlagen“ Sie sich herum und wie umgehen Sie die?

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