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Peter Rühm

Peter Rühm

Kann EXCEL wirklich schon genug?

Oder: Wo Microsoft unser Flehen noch nicht erhört hat und doch noch ein bisschen Visual Basic Programmierung nötig ist

In den über 20 Jahren, die wir uns nun intensiv mit EXCEL befassen, sind zahlreiche Neuerungen in EXCEL hinzugekommen.

Vieles, was wir uns zur Arbeitserleichterung gewünscht haben oder in unseren Augen gefehlt hat, konnten wir mit Visual-Basic-Lösungen selbst realisieren.

Wir erinnern uns an unser Lieblingsmakro „Lemmings„, das die Inhalte von Zellen nach unten kopierte, solange diese leer waren.  Das war besonders praktisch für die gruppierte erste Spalte von Pivot Tabellen,  um sie weiter zu verarbeiten. Dann musste man oft die erste Spalte manuell runterkopieren, um wieder einen SVERWEIS verwenden zu können. Microsoft hat diesen Wunsch erhört. So kann die Pivot Tabelle seit EXCEL 2010 Werte in der ersten Spalte wiederholen.

Manches andere wurde Zug um Zug von Microsoft auf Wunsch der Anwender implementiert. Vielleicht haben auch unsere Mails, die immer mit „Dear Bill, what I really miss in EXCEL…“ begonnen haben – die Entwickler ein bisschen inspiriert, obwohl wir nie eine Antwort erhalten haben. 🙁

Oft verwendet wurde auch die selbst entwickelte Funktion WennIstFehler(…), die VBA-Lösung anstelle des verhassten WENN(ISTFEHLER(SVERWEIS(…);0;SVERWEIS(…)). EXCEL kennt nun die Funktion WENNFEHLER(…). Auch diese VBA-Lösung ist mit EXCEL 2007 hinfällig geworden

Oder auch die Programmierung zum Ent-Pivotisierern, die eine einer Pivot Tabelle ähnlich gruppiertee Datenausgabe von SAP wieder in die Länge zieht, um sie in eigener Form mit Pivot-Techniken zusammenzufassen. Heute kann man  das mit PowerQuery ohne eine Zeile VBA-Code mit ein paar Klicks lösen.

 Muss man denn dann noch VBA-programmieren?

Wir meinen: JA!

Viel weniger als früher, aber Automatisierung, Vereinheitlichung und Erweiterung bleiben wichtige Themen.

Einen kompletten Datenimport mit Aufbereitung, Aktualisierung und Mailversand kann man mit einer simplen Makroaufzeichnung realisieren.

Eine klitzekleine VBA-Schleife sorgt dafür, dass unabhängig von der Anzahl der Tabellenblätter einer Excel-Datei alle Kopf- und Fußzeilen identisch aussehen.

Das Aktivieren einer geschützten Ansicht einer Datei, mit Blattschutz und Ausblenden von Zwischenrechnungsblättern, erledigt – bei durchdachter Programmierung – ein Makro für die unterschiedlichsten Dateien. Natürlich auch das Zurückschalten in einen Modus, in dem für den Entwickler der Datei alles sichtbar und ungeschützt ist.

Oder gar das Protokollieren, wer, wann, welche Datei geöffnet hatte…

Und nach wie vor vermissen wir den SVERWEIS, der auch nach links schauen kann und gleich eine vernünftige Fehlerbehandlung mitbringt. In VBA lässt sich das bekanntlich in nur fünf Codezeilen realisieren. Im Seminar Reporting mit Excel VIII – Automatisieren mit VBA lernen Sie, neben all den oben erwähnten Techniken, auch den MySVERWEIS kennen.

Vielleicht sollten wir ja wieder anfangen, Mails zu senden… „Dear Satya, do you know …“

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