Schwierige Gespräche konstruktiv führenSicher kennen Sie als Controller die Situation: Sie haben mit einem Fachbereichsleiter bzw. Manager Ziele definiert und in die Planung eingearbeitet. Mittels Kennzahlen haben Sie – natürlich in Abstimmung mit dem Manager - die Messbarkeit sichergestellt. In einer weiteren Prüfung wird festgestellt, dass die Zahlen valide und belastbar sind. Damit wäre eigentlich der Rahmen geschaffen, den ein Controller schaffen kann: planen, analysieren, messen, handeln, Maßnahmen entwickeln und empfehlen. Im monatlichen Reporting - z.B. mit der Trompetenkurve - stellt sich heraus, dass die Zielerreichung von Monat zu Monat immer mehr in weite Ferne rückt. So deutlich, wie es Ihnen möglich ist, weisen Sie alle Entscheidungsträger auf diese Planabweichung in Ihren Reports hin. Eigentlich sollten nun im Fachbereich Aktionen folgen – zumindest aber mit Ihnen als verantwortlichem Controller über Ursachen der Abweichung gesprochen werden. Aber: nichts passiert!Was tun?
Nein!
Die Botschaft: Sagen Sie klar, dass die Planung nicht erreicht werden kann. Stellen Sie deutlich die Ursachen dar und schlagen Maßnahmen vor. Unter Umständen werden dies für alle Beteiligten recht unangenehme und für Sie schwierige Gespräche. Durch einige einfache Techniken – wir sprechen ungern von Tricks, aber dieser Begriff trifft es eigentlich recht gut – können Sie sich gut auf schwierige Gespräche vorbereiten und diese so gestalten, dass ein gutes Ergebnis herauskommt. Schließlich geht es allen Beteiligten doch um ein gemeinsames Ziel: den Erfolg Ihren Unternehmens! Folgende Tipps helfen bei der Vorbereitung und Durchführung solcher Gespräche:
1. Tipp: zeigen Sie den Wert und die Nützlichkeit des Controllings!Dies sollten Sie natürlich schon längerfristig beachten. Mit Ihrem täglichen Support, mit jedem Report sollten Sie den Nutzen Ihrer Arbeit herausstellen. Schließlich ist Controlling eine Dienstleistung für Manager und damit Unterstützung bei derSteuerung eines Fachbereiches! Ein guter "Trick" ist es, Manager und Berichtsempfänger als interne Kunden zu sehen. Der Nutzen für Ihre Kunden: die Reports enthalten aussagekräftige Kennzahlen und eindeutige Darstellungen, bieten damit schnell erfassbare Informationen, die zu den richtigen Entscheidungen und Handlungen führen! Nur auf diese Handlung kommt es im Sinne des gemeinsamen Zieles „Unternehmenserfolg“ an! Und damit sind Sie kundenorientiert! Sie erzeugen Mehrnutzen für Ihre Berichtsempfänger-Kunden, indem Sie
2. Tipp: Kommunizieren Sie einfach – aber effektiv!Ihr Kunde sieht sich möglicherweise in einer Verteidigungsposition für "seine" Zahlen. Führen Sie mit ihm ein gutes Gespräch, in dem Sie:
3. Tipp: Gehen Sie gut vorbereitet in das Gespräch!Je reibungsloser sich die Zusammenarbeit mit Ihrem "Kunden" gestaltet, desto weniger Arbeit haben Sie. Daher:
4. Tipp: Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Zuhörer:
5. Tipp: Lösen Sie Konflikte sachlich
6. Ganz wichtig: halten Sie Unangenehmes aus Ihrer Beziehungsebene heraus!Liegt der Bericht, in dem die Abweichungen dokumentiert werden, zwischen Ihnen auf dem Tisch, stört er die Beziehung zwischen den Gesprächspartnern. Wenn der Bericht seitlich versetz liegt, Sie quasi einen Schulterschluss mit Ihrem Gesprächspartner erzeugen und Sie gemeinsam über die „bösen Zahlen“ sprechen, kommt sofort eine kooperative Situation zustande. Das geht leichte, als man denkt:
Wollen Sie das einmal praktisch in einer Spielsituation – ohne Risiko – ausprobieren? Noch mehr einfache, praxiserprobten Techniken (Tricks?) kennenlernen? Präsentation und schwierige Gespräche praktisch üben? Dann laden wir Sie zum Seminar Kommunikation für Controller ein |


